Berlin Berlin

Morgen früh geht’s erstmal nach Berlin – Recherchearbeit sozusagen. Ich gucken mir „Dämonen“ und „Hedda Gabler“ in der Schaubühne an, beides inszeniert von Thomas Ostermeier, beides mit Lars Eidinger. Ich denke das wird ein Fest! Bin eine große Bewunderin Eidingers und fand auch die Hamlet Inszenierung von Thomas Ostermeier ziemlich grandios und wunderbar radikal. Ich hoffe, dass sich das gute Bild, was ich von dem habe durch die beiden Events ausbaut und nicht widerlegt.

Ich habe es typischerweise heute mal wieder NICHT geschafft meine erste Bewerbung zu versenden. Ich hatte nämlich nur den Beleg für die Überweisung der 30€ Prüfungsgebühr vorliegen, musste dann aber beim letzten Check feststellen dass wortwörtlich eine „Kopie des Kontoauszuges“ gefordert wird. Macht das jetzt einen Unterschied?! Ich wüsste nicht welchen, aber bevor meine Bewerbung wegen Unvollständigkeit nicht bearbeitet wird… Das heißt, ich kann den ganzen Dokumentenkram morgen mit nach Berlin nehmen. Wobei mir auffällt, dass ich es dann auch persönlich dort an der Ernst Busch vorbeibringen kann. Keine schlechte Idee! Einfach mal ein bisschen da herumschnüffeln und sich das ganze von innen angucken. Oder haben die da wegen Semesterferien zu? 
Einen Versuch ist es wert.

Bewerbungen. Außerdem: Angst vor den Monologen.

Die erste Überweisung für die Eignungsprüfung (Ernst Busch) ist heute rausgegangen, das heißt: Morgen wird meine erste Bewerbung flügge!
Ich bin irgendwie aufgeregt deswegen. Ich habe das Gefühl, jetzt geht es tatsächlich los. Wenn die Bewerbung verschickt ist, dann gibt’s auch bald eine Einladung zum Vorsprechen und dann gibt es kein Zurück mehr. Denn sobald ich eine Einladung habe, MUSS ich den angegebenen Termin auch wahrnehmen, sonst gilt das als nicht bestanden. Und das sollte man sich nicht unbedingt leisten.
An den staatlichen Schauspielschulen darf man nämlich nur zwei Mal vorsprechen, wenn es dann nicht klappt, ist es vorbei.

Zu meinen Monologen: Ich habe mich eigentlich bereits für vier Monologe entschieden.

  • Orsina aus Emilia Galotti
  • Elisabeth aus Maria Stuart
  • Tonka aus Jagsdszenen aus Niederbayern
  • Big Eight aus einer Monologsammlung ohne dazugehöriges Stück

Die vier hatte ich mir irgendwie ausgesucht. Aber ich weiß auch nicht so wirklich. Ich hab irgendwie Angst. Die falschen Rollen zu wählen, die Rollen bescheuert vorzubereiten… Keine Ahnung. Ich lese grade auch nochmal Kasimir und Karoline und suche nach guten Passagen von Karoline, weil ich die Rolle eigentlich ganz gerne mag, vor allem gegen Ende des Stücks.

Man hat halt oft so eine Sehnsucht in sich – aber dann kehrt man zurück mit gebrochenen Flügeln und das Leben geht weiter, als wäre man nie dabei gewesen.

Ich finde das super. Mal sehen, ob ich da noch was für mich finde.
Und dann MUSS ich wirklich dringend loslegen mit der AKTIVEN Vorbereitung der Rollen. Ich komme damit irgendwie alleine nicht klar. Ich hab keine Ahnung, wie ich anfangen soll und wie ich diese Szenen interessant und neu „inszeniere“. Was dabei geht, und was an den Schulen eher unerwünscht ist.
Wahrscheinlich mache ich mir zu viele Sorgen und sollte es einfach so machen, wie ich es gut finde und wie ich daran Spaß habe, ohne so viel darauf zu gucken, dass ich es möglichst originell hinkriege.
Ich muss einfach anfangen.
EINFACH ANFANGEN!
Das kann doch nicht so schwer sein. Es können doch nicht alle solche Probleme damit haben – habt ihr Erfahrungen damit? Wie seid ihr das angegangen?