Vorsprechen Nr.1 rückt in greifbare Nähe…

Am 14.November ist also mein erstes Vorsprechen. Natürlich gleich mal die Ernst Busch, die ja ziemlich renommiert ist – und dann kommt man da auch noch hin, so völlig ohne jeweilige Vorsprech-Erfahrungen. Nur noch einen Monat hin und ich bin immer noch nicht fertig mit meinen Vorbereitungen. Die Monologe haben sich auch wieder verändert:
– Elisabeth I.
– Helena („Ein Sommernachtstraum)
– Lottchen beichtet 1 Geliebten
Was ich sonst noch zur derzeitigen Situation sagen kann: Ich. habe. Angst. 
Und Vorfreude.

Bewerbungen. Außerdem: Angst vor den Monologen.

Die erste Überweisung für die Eignungsprüfung (Ernst Busch) ist heute rausgegangen, das heißt: Morgen wird meine erste Bewerbung flügge!
Ich bin irgendwie aufgeregt deswegen. Ich habe das Gefühl, jetzt geht es tatsächlich los. Wenn die Bewerbung verschickt ist, dann gibt’s auch bald eine Einladung zum Vorsprechen und dann gibt es kein Zurück mehr. Denn sobald ich eine Einladung habe, MUSS ich den angegebenen Termin auch wahrnehmen, sonst gilt das als nicht bestanden. Und das sollte man sich nicht unbedingt leisten.
An den staatlichen Schauspielschulen darf man nämlich nur zwei Mal vorsprechen, wenn es dann nicht klappt, ist es vorbei.

Zu meinen Monologen: Ich habe mich eigentlich bereits für vier Monologe entschieden.

  • Orsina aus Emilia Galotti
  • Elisabeth aus Maria Stuart
  • Tonka aus Jagsdszenen aus Niederbayern
  • Big Eight aus einer Monologsammlung ohne dazugehöriges Stück

Die vier hatte ich mir irgendwie ausgesucht. Aber ich weiß auch nicht so wirklich. Ich hab irgendwie Angst. Die falschen Rollen zu wählen, die Rollen bescheuert vorzubereiten… Keine Ahnung. Ich lese grade auch nochmal Kasimir und Karoline und suche nach guten Passagen von Karoline, weil ich die Rolle eigentlich ganz gerne mag, vor allem gegen Ende des Stücks.

Man hat halt oft so eine Sehnsucht in sich – aber dann kehrt man zurück mit gebrochenen Flügeln und das Leben geht weiter, als wäre man nie dabei gewesen.

Ich finde das super. Mal sehen, ob ich da noch was für mich finde.
Und dann MUSS ich wirklich dringend loslegen mit der AKTIVEN Vorbereitung der Rollen. Ich komme damit irgendwie alleine nicht klar. Ich hab keine Ahnung, wie ich anfangen soll und wie ich diese Szenen interessant und neu „inszeniere“. Was dabei geht, und was an den Schulen eher unerwünscht ist.
Wahrscheinlich mache ich mir zu viele Sorgen und sollte es einfach so machen, wie ich es gut finde und wie ich daran Spaß habe, ohne so viel darauf zu gucken, dass ich es möglichst originell hinkriege.
Ich muss einfach anfangen.
EINFACH ANFANGEN!
Das kann doch nicht so schwer sein. Es können doch nicht alle solche Probleme damit haben – habt ihr Erfahrungen damit? Wie seid ihr das angegangen?